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| Koalition einigt sich auf eine Verlängerung des ALG1 für ältere Arbeitslose |
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Kritische Anmerkung zur Verlängerung des ALG1 für altere Erwerbslose. Für Erwerbslose, die 58 oder älter sind, soll die Bezugsdauer auf 24 Monate angehoben werden, für 55-Jährige auf 18 und für 50-Jährige auf 15 Monate, wie Unions-Fraktionschef Volker Kauder erläuterte. Es stellt sich die Frage, wie dieser Kompromiss zu werten ist. Aus Sicht des CPS Netzwerkes stellt die Verlängerung in der aktuellen Form ein falsches Signal dar. Sicher ist es nachvollziehbar, dass wer länger eingezahlt hat auch besser unterstützt werden sollte. Die Unterstützung muss aber zum Ziel haben auch oder gerade die Generation 50+ möglichst schnell wieder in den Erwerbsprozeß einzugliedern. Die Wirtschaft kann auf die wertvollen Erfahrungen dieser Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen nicht verzichten. Es ist vor diesem Hintergrund nicht nachvollziehbar, wie eine Verlängerung des Bezuges die Vermittlungschancen erhöhen soll. Anstatt in eine Verbesserung der Vermittlungschanchen durch höhere und individuelle Förderprogramme zu investieren, erhöht man hier allein die Ausgaben ohne die Chancen zu verbessern. Als kosteneffizientes, erprobtes und erfolgreiches Mittel, würde sich hier beispielsweise die Zuteilung eines Vermittlungsgutscheines nach dem ersten Tag der Meldung bei der Agentur anbieten. Überspitzt könnte man fragen, ob die Politik etwa akzeptiert hat, dass man mit 50+ zum "alten Eisen" gehört und nun nach einer Möglichkeit sucht, den Weg bis in die Frühverrentung möglich sozialverträglich zu finanzieren? |
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